Ein Haus mag stabil sein,
doch die Zeit wird es vernichten
mit ihrem unbarmherzigen
Uhren-Schlag,
der den Wind erstarren lässt
und den Stein zerbricht.
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Instabil
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Kleinstadtliebe
Gesichter
in den Farben
leuchten Augen
grau und braun
im zerstäubten Hauch von Haar
und ein Zucken der Pupille
schreibt Liebe
an die ergraute Wand
eines Kleinstadtbahnhofs.
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Schlaf
Luft hängt schwer
und tief
im Zimmer
die Augen
drücken die Iris in der Höhle
und Schlaf rieselt
aus den Poren der Wände.
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Im Kopf
So sind Minuten
gleich Sekunden gleich Nichts.
Wenn im Winter die Kälte die Bäume zerreißt
und Kinder vor Schnee schreien,
dann ist es nichts Genaues,
was zu sagen bleibt
und der Hohlraum im Kopf
fängt an zu hämmern.
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Kartenhaus
So ist dennoch
ein Halt
in den Blättern
Gleichsam gut
im Schnee ein Haus
Kartenhaus
Der Wind schreibt
Risse in Farben
und Schnee wärmt
meine Hand.
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Fragen
a)
Haben wir etwas?
Sind wir etwas?
Bedeutet etwas
Alles?
Wir? Wann?Mein Bericht mag vergeblich sein und
nicht ansprechen; aber ich bin so …
Warum vernichten,
wo der Tod doch da ist?Im Winter …
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Blitzendes Nichts
Es zuckt im Gewölbe
das Grau erblasst
in seinen Gefilden
erglüht der Blitz
Worte Sprache
das Unendlich
im Nichts.
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Musik
Licht fällt
auf Tschaikowsky
die Antistatik verhindert
Sprünge im Lauf
mit Pond
fließt die Scheibe
unter der Nadel
und Musik ist
im Aether
und wirft Schatten
auf die Schnecke.
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Freunde
Ein Hauch von Zuneigung
liegt über dem Herzen.
Das Klopfen
von freudig erregtem
Gespräch.Eine Öffnung
Im Labyrinth
der Sackgassen
in der Stadt
verborgen: Freunde.