In den Adern fließt
ein Metall
tückisch wie ein Virus
durchdringt es die
Fasern eines Lebens
zerreißt die Seele
und erstickt
den freien Atem —
Geld!
-
Tückisches Metall
-
Freiheit
Ein Gedanke ruft mich
ans Licht
der meine Augen
mit seinen schillernden
Farben blendet
bettelnd wie
wie ein Durstender
vor der Fülle
nährenden Wassers stehend
und doch verhungernd
an Paragrafen
und am Unrat
des Unmenschlichen
erkenne ich:
Freiheit.
-
Traumschwingen
Was birgt der Nebel
über den Hügeln
den Bäumen
die sein Gesicht verzerren?
Schweigend ertönt die Stille
hinter den Schatten
der fliehenden Nacht.Mächtig gellend
schwingen sich die
Träume über die stillen
Wipfel der Gedanken
und verhallen in den
Falten der Morgendämmerung.
-
An der Grenze
Einen Dolch in
der Brust
mit dem Schmerz
des Sterbens
nach einer Bestimmung
suchen
Unbeantwortete
Fragen der Zeit
wie Luftblasen
im Körper verspüren
und dann die
Worte schreien
die sich frei
einstellen.
-
SehnSucht
Ohne diese
unbestimmte Sehnsucht
bin ich weniger als
ein leerer Blick
ein stummer Diener des Nichts.
Gewöhnliches nur
macht sich breit und verdrängt
blöde grinsend
alle Regungen meiner Seele.Gleichgültigkeit eines
satten dinglichen Daseins
führt nur bis an
die Abgründe
einer seelenlosen Existenz.
-
Staub
Wohin gehen Schritte
im Dunkeln
die Lichter fallen
auf feuchte Schuhe
und Staub ertrinkt
im Wasser eines Ozeans.
-
Winterkälte
Wohin schaue ich
wenn um mich herum
das Feuer glüht und
die Wolken schwarz
in den Himmel ragen
grelle Blitze das
Dämmerlicht zerreißen
und Furcht alles
wie zwischen zwei
Mühlsteinen zerreibt?Wessen Nächster bin ich
im Schmutz und
in der Kälte
des langen Winters?
-
Verstaubt
Schwarz ragen Dächer
über den Köpfen
In Fenstern kleben
dunkle Gesichter
Feuchte Augen blicken
über die Trümmer
einer verwesenden
Menschlichkeit,
die nirgendwo mehr Platz fand
als in verstaubten Büchern.
-
Dämmerlicht
Diskotheken blühen
wie der Klatschmohn im
Kornfeld und die
Besucher lassen sich
vom Duft falscher Rosen
in eine Welt treiben
die wie im Dämmerlicht
die Wirklichkeit
hinter Schatten
verschwinden lässt.
-
Gezeiten
Worüber sprechen Gezeiten
in das Meer geschüttet
Inseln
Die Einsamkeit
frisst den Kalkstein.